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Badezimmer sanieren

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Inhaltsverzeichnis

Badezimmer bedeutet Vielfalt

In lang vergessenen Zeiten befand sich das Klo noch auf dem Flur oder sogar außerhalb des Hauses. Das Badezimmer diente ausschließlich dem täglichen Geschäft und der Badgestaltung wurde nur wenig Beachtung geschenkt. Spätestens ab dem 16. Jahrhundert erhielt das Badezimmer aber doch mehr Aufmerksamkeit und wurde, speziell in vielen barocken Schlössern, sehr hochwertig gestaltet.

Heutzutage ist das Badezimmer fester Bestandteil jeder Wohnung und kaum noch aus den Köpfen der Menschen wegzudenken. Bei der Badplanung geht der Trend immer mehr in Richtung eines großen Badezimmers. Die persönliche Bewertung des Nutzens eines Badezimmers hat sich verändert und so muss das Badezimmer heutzutage mehrere Funktionen erfüllen.

Es haben sich verschiedene Typen herausgebildet, die sich im Wesentlichen in den Raummaßen, der Gestaltung und Ausstattung unterscheiden. Es liegt nahe, dass eine vierköpfige Familie andere Bedingungen an das Badezimmer stellt als ein Single-Haushalt. Nutzen Sie bei der Badplanung die Vielfalt der Möglichkeiten aus und planen Sie das neue Badezimmer entsprechend Ihren individuellen Bedürfnissen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich auch noch Jahre nach dem Einbau genauso über das Badezimmer freuen, wie am ersten Tag der Fertigstellung.

Bild: Tipps für Ihr Badezimmer

Ein Badezimmer muss in jedem Fall zu Ihren Bedürfnissen, aber auch zu Ihrem Haus passen. Aus einem schmalen Schlauch-Badezimmer lässt sich eben nicht ohne Weiteres ein geräumiges Familien-Badezimmer zaubern. Wir zeigen deshalb, wie Sie das Beste aus jedem Badezimmer herausholen können!

Alle Varianten im Überblick

Bild: Kleines Bad mit Badewanne
Ein kleines Bad mit Wanne | © jeanvdmeulen / pixabay.com CC0

Das durschnittliche Badezimmer in Deutschland ist etwa 9 Quadratmeter groß, in einer rechteckigen oder quadratischen Form und bietet Platz für eine Toilette, ein Waschbecken und eine Duschwanne.

In einem Familien-Badezimmer wird die Duschwanne meist durch eine zusätzliche Nasszelle ergänzt und das Waschbecken vergrößert. Doch damit sind die Möglichkeiten der Badgestaltung noch lange nicht erschöpft.

Ein Schlauch-Badezimmer stellt an die Planung andere Ansprüche als ein großer, quadratischer Raum. Gleiches gilt für einen verwinkelten oder sehr kleinen Raum. Dennoch können Sie mit ein paar Tricks und Kniffen auch die kleinsten Badezimmer in eine Traum-Oase verwandeln. Lassen Sie Ihren Vorstellungen freien Lauf, holen Sie sich gegebenenfalls Hilfe bei einem Badplaner oder lesen Sie einfach weiter.

Badezimmer-Variante Standard-Größe Merkmale
Durchschnitts-Badezimmer 9 m² Einfaches Badezimmer mit Dusch-Wanne, Toilette und Waschbecken.
Familien-Badezimmer 10 - 20 m² Vergrößertes Badezimmer für Familien mit Doppelwaschbecken und Waschtisch.
Schlauch-Badezimmer individuell Die geringe Breite des Badezimmers beschränkt den Einbau der Badmöbel.
Gäste-WC 3 - 5 m² Die Badezimmer-Einrichtung ist auf ein Minimum beschränkt.
Wellness-Bad ab 15 m² Viele verschiedene Wellness-Einbauten erhöhen den Komfort im Bad.
Badezimmer mit Dachschräge individuell Niedrige Deckenhöhe begrenzt die Einbauhöhe vieler Einbauten.
Barrierefreies Bad individuell Ebenerdige Bad-Ausstattung ohne Stufen oder Hindernisse.

Durchschnitts-Badezimmer

Bild: Kleines Bad mit Standard-Ausstattung
Standard-Einrichtung im kleinen Bad | © jamoluk / pixabay.com CC0

Das Durchschnitts-Badezimmer ist auf die regelmäßige Benutzung ausgelegt und beträgt in Deutschland etwa 9 Quadratmeter. Der Platz reicht für eine Duschwanne, bodenstehende Toilette und ein Waschbecken mit Spiegelschrank aus. Kleinere dekorative Elemente und Badmöbel sorgen zusätzlich für Stauraum und eine warme Atmosphäre.

In kleinen Badezimmern können Sie beim Bodenbelag ruhig ein qualitativ hochwertiges Material wählen, da die zu behandelnde Bodenfläche nicht allzu groß ausfällt. Etwa können Sie mit einem modernen Natursteinboden die Optik des Badezimmers aufwerten ohne sich in Unkosten zu stürzen. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Sanitäranlagen in unterschiedlichen Bereichen des Badezimmers zu positionieren, damit mehrere Personen das Badezimmer gleichzeitig benutzen können.

Familien-Badezimmer

Einer Familie kann eigentlich gar nicht genügend Platz in einem Badezimmer zur Verfügung stehen. Spätestens wenn die Kinder größer werden, dann kann ein kleines Bad für viel Ärger und Stress am Morgen sorgen. Dementsprechend wird die Größe eines Familien-Badezimmer durch die Bewohnerzahl bedingt und beträgt auch schon mal an die 15 Quadratmeter und größer.

Damit das Badezimmer von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden kann, empfiehlt sich ein Doppelwaschbecken. Auch die Kombination aus einer Dusche und einer Badewanne ist sehr beliebt. Wer viel Platz hat, der kann auch über eine Dusche in doppelter Größe nachdenken. Hierfür benötigen Sie allerdings eine Fläche von etwa 2 x 2 Metern. Wählen Sie zusätzlich einen warmen Bodenbelag oder installieren Sie direkt eine Fußbodenheizung. So bleiben auch im Winter die Füße mollig warm.

Schlauch-Badezimmer

Bild: Kleines Bad und Dusche
Schmales Badezimmer mit Dusche | © banksy07 / pixabay.com CC0

Zu behaupten, dass man sich nichts Schöneres vorstellen könnte als ein Schlauch-Badezimmer, wäre vermutlich eine Lüge. Diese Variante ist eher aus der Not geboren und nicht sehr beliebt. Dennoch müssen Sie auch in einem schmalen Badezimmer nicht auf einen gewissen Komfort verzichten.

In großen aber schmalen Räumen empfiehlt sich eine freistehende Badewanne, welche als Blickfang fungiert. Zusätzlich sollte, falls vorhanden, die Dusche auf einer anderen Seite positioniert werden als das Waschbecken - das spart eine Menge Platz. In sehr kleinen und schmalen Räumen kalkulieren Sie am besten mit der Länge der gewünschten Badewanne. Stellen Sie diese komplett auf eine Raumseite. Den Freiraum vor der Badewanne können Sie für die Toilette und das Waschbecken nutzen.

Gäste-WC

Das Gäste-WC erspart Ihren Gästen einen Gang durch die privaten Räume und ist meist sehr einfach ausgestattet. Eine Nasszelle suchen Sie in einem Gäste-WC allerdings vergeblich. Die Funktion eines Gäste-WCs ist eher praktischer Natur und so reicht ein Waschbecken mit einer Toilette völlig aus. Auch in der Größe beansprucht ein Gäste-WC mit etwa 2 bis 3 Quadratmetern eine deutlich geringe Baufläche für sich als das Familienbadezimmer.

Dekoartikel und kleinere Accessoires können die kleine Fläche des Gäste-WCs schnell vergessen lassen. Schon farbige Handtücher setzen ein Highlight und lenken von der Größe ab. Trauen Sie sich bei der Wandbemalung ruhig auch ein bisschen Farbe zu. Achten Sie aber darauf, dass Sie alle Wände in derselben Farbe streichen, sonst wirkt der Raum noch kleiner.

Wellness-Bad

Bild: Badewanne mit Dekoration
Entspannen Sie sich auch mal | © SpencerWing / pixabay.com CC0

Das Wellness-Badezimmer ersetzt den Spa-Besuch und sorgt für die ultimative Erholung im eigenen Haus. Ein Whirpool in der Mitte des Raumes oder über Eck und eine separate ebenerdige Dusche sind nur zwei Optionen aus einer Vielzahl an Möglichkeiten, die den Wellness-Faktor im Badezimmer erhöhen. Auch eine Sauna ist sehr beliebt.

Natursteine in dunklen Farbtönen, kombiniert mit verschiedenen Holzobjekten, erzeugen eine sehr warme Optik. Zusätzlich ist die freistehende Badewanne eigentlich ein Muss in jedem Wellness-Bad. Auch eine hochwertige Armatur oder ein spezieller Aufsatz für den Duschkopf, zum Beispiel in Form einer Regenwalddusche, erhöht den Wohlfühlfaktor. Installieren Sie abschließend eine indirekte Beleuchtung und schon steht der Erholung nichts mehr im Wege.

Badezimmer mit Dachschräge

Bild: Badewanne mit Dachschräge
Die Badewanne steht oft unter der Dachschräge | © jeanvdmeulen / pixabay.com CC0

Eine Tür benötigt bereits eine Höhe von etwa 2,10 Metern und so sollten Sie am höchsten Punkt des Badezimmers von etwa 2,30 Metern Gesamthöhe ausgehen. Platzieren Sie am besten das Waschbecken auf der Seite der Dachschräge und die Badewanne oder Dusche in Längsrichtung zur Wand. Das erleichtert den Einstieg in die Dusche oder Badewanne um ein Vielfaches. Alternativ kann auch eine Eck-Badewanne für zusätzlichen Platz sorgen.

Achten Sie bei der Auswahl der Materialien auf die Traglast der Wand oder Decke. Ein schwerer Naturstein ist in einem höheren Stockwerk nicht immer geeignet, auch Fliesen können für statische Probleme sorgen. Die Wandfarbe sollte in einem hellen Farbton gewählt werden, damit der Raum nicht erdrückend wirkt. Ein Dachfenster erhöht abschließend den Lichteinfall und dient gleichzeitig als indirekte Lichtquelle.

Barrierefreies Bad

Im Alter oder mit einer körperlichen Einschränkung wird der Badewannenrand zu einem unüberwindbaren Hindernis. Das verringert nicht nur den Komfort im Badezimmer, sondern kann ohne Hilfe auch eine Menge Zeit in Anspruch nehmen. Mit verschiedenen Sanierungs- oder Neubaumaßnahmen im Bereich der Barrierefreiheit sorgen Sie dafür, dass Sie sich auch mit einer Beeinträchtigung wieder frei im Badezimmer bewegen können.

Planen Sie breite Zugänge und Freiflächen vor den jeweiligen Sanitär-Objekten ein, damit man sich auch mit einer Gehhilfe gut bewegen kann. Es empfiehlt sich auch der Einbau einer ebenerdigen Dusche oder ein Lift-System für die Badewanne. Verschiedene Haltegriffe und ein Duschsitz sorgen für zusätzliche Sicherheit im Badezimmer.

Unser Tipp: Für viele Maßnahmen der Barrierefreiheit können Sie auch verschiedenen Förderungen beantragen.

Das beste Badezimmer? Vorteile & Nachteile

Bild: Modernes Badezimmer mit Einrichtung
Ideale Gestaltungsvielfalt: Ein quadratisches Badezimmer | © Joey / pixnio.com CC0

Alle Badezimmer-Varianten haben spezifische Vorteile und Nachteile. Eine Entscheidung fällt dementsprechend nicht immer ganz leicht. Eine Blaupause für das beste Badezimmer gibt es allerdings auch nicht. Passen Sie bei der Badplanung das neue Badezimmer in erster Linie an Ihre eigenen Bedürfnisse an. Wozu benötigen Sie eine Badewanne, wenn Sie eh nur unter der Dusche stehen?

Es gibt allerdings Raummaße, die den Einbau verschiedener Sanitäranlagen und Badmöbel begünstigen. Falls Sie also auch im Grundriss frei entscheiden können, dann ermöglicht ein quadratischer oder rechteckiger Raum die größte Gestaltungsvielfalt. Das bedeutet aber nicht automatisch auch, dass ein Schlauch-Badezimmer völlig ungeeignet ist.

Es ist alles eine Frage dessen, wie viel Aufwand und Kosten Sie bereit sind zu tragen. Das beste Badezimmer kombiniert somit Ihre persönlichen Nutzungszwecke mit den individuellen Schönheitsvorstellungen und begeistert Sie Tag für Tag aufs Neue.

Die distinktiven Vorteile zu schätzen wissen

Manchmal lassen es die räumlichen Gegebenheiten einfach nicht anders zu und Sie müssen mit einer ungeliebten Variante Vorlieb nehmen. Versuchen Sie in diesem Fall, besonders die Vorteile am Badezimmer zu schätzen, die auf dem ersten Blick nicht sofort sichtbar werden. Natürlich kriegen Sie in einem Schlauch-Badezimmer weniger Badezimmerutensilien unter als in einem großen Luxusbad, dafür haben Sie aber für die restlichen Räume der Wohnung mehr Platz.

Möchten Sie auf eine Badewanne nicht verzichten, obwohl Sie dann keinen Platz mehr für eine Dusche haben, dann können Sie auch nur eine Duschhalterung an der Wand befestigen und in der Badewanne stehend duschen. Ein weiterer Vorteil kleinerer Bäder ist, dass Sie für den Bodenbelag und die Wandgestaltung nicht Unmengen an Material benötigen und so auch eine hochwertige Ausstattung zu einem verhältnismäßig günstigen Preis erhalten. Rechnen Sie also nicht gleich mit dem Schlimmsten, nur weil sich die Wunschvorstellung nicht sofort in die Tat umsetzen lassen.