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Badezimmer sanieren

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Inhaltsverzeichnis

Warum eine Badsanierung?

Das Badezimmer entspricht nicht mehr dem eigenen Schönheitsempfinden? Dann wird es Zeit für eine Badsanierung. Fliesen mit Blümchen Muster sind schon seit den 70er Jahren nicht mehr zeitgemäß und missfallen inzwischen vielen Hausbewohnern. Doch die Ursache für eine Badsanierung muss nicht immer rein optischer Natur sein, sondern kann auch andere Gründe haben. Zum Beispiel einen technischen Defekt.

Funktionieren die Sanitär-Anlagen nicht mehr ordnungsgemäß oder sind sogar komplett defekt, dann kommen Sie an einer Bad-Sanierung nicht vorbei. Auch ein Badezimmer ohne Barrierefreiheit stellt einen beeinträchtigten Benutzer vor ähnliche Probleme wie ein technischer Defekt - das Badezimmer wird für den Benutzer nahezu unbrauchbar.

Unabhängig davon, welchen Anlass die Badsanierung hat, die Vorarbeiten bleiben bei allen Sanierungs-Maßnahmen gleich: Die alten Fliesen müssen entfernt, verschiedene Badmöbel ausgetauscht und gegebenenfalls die Technik neu verlegt werden.

Eine komplette Badsanierung in 28 Tagen (Zeitraffer) | Quelle: © saniboy. de / youtube.com

Planung und Maßnahmen

Bild: Umfang der Badsanierung
Kernsanierung oder nur kleine Änderungen? | © wnk1029 / pixabay.com CC0

Bestimmen Sie den Umfang der Sanierungsmaßnahmen gleich zu Anfang. Eine durchdachte Planung mit dazugehörender Kosten-Kalkulation erspart Ihnen im Nachhinein nicht nur eine Menge Ärger, sondern hilft auch bei der Strukturierung und Koordinierung der Badsanierung.

Die Planung können Sie zum Beispiel einem Badplaner überlassen, der auf die Badeinrichtung spezialisiert ist. Alternativ bieten viele Hersteller und Badausstatter die Möglichkeit der Badplanung über die hauseigene Internetseite an.

Der größte Unterschied zwischen einer Sanierung und einem kompletten Neubau liegt in der Tatsache, dass die Badmöbel, Fliesen und andere Einbauten im Bad zunächst entfernt werden müssen, bevor mit dem Neubau begonnen werden kann. Die Abrissarbeiten sind zudem noch sehr zeitintensiv und erfordern einen hohen körperlichen Einsatz. Falls Sie sich allerdings diesen Arbeiten gewachsen fühlen, dann können Sie mit der Entkernung des Badezimmers in Eigenregie eine Menge Geld sparen.

Wie lange dauert eine Badsanierung?

Bild: Tipps für Ihr Badezimmer
  • Einfach: 1 bis 2 Tage
  • Moderat: 2 bis 10 Tage
  • Neuaufbau: 10 bis 30 Tage
 
 
 

Tipp: Was muss unbedingt gemacht werden?

Bild: Maßnahmen während der Bad-Sanierung
Die alte Badewanne kurz vor der Demontage | © stux / pixabay.com CC0

Möchte man ein komplettes Badezimmer von Grund auf erneuern, dann werden vor der Positionierung der Badmöbel einige Vorarbeiten notwendig. Die Sanierungsarbeiten beginnen mit der Entrümpelung und Entsorgung des alten Badezimmers.

Anschließend werden die Fliesen entfernt, die Fliesen-Klebereste abgeschliffen und der Estrich ausgebessert oder gegebenenfalls sogar vollkommen erneuert. Ist das Badezimmer erst einmal komplett entkernt, dann kann mit der Überprüfung und Sanierung des alten Bades begonnen werden.

Bevor die neuen Badmöbel allerdings aufgestellt werden, sollte man die Abwasserrohre, weitere Zuleitungen und die Elektroinstallation kontrollieren. Gleiches gilt für die Wände, da die Feuchtigkeit im Badezimmer schnell zur Schimmelbildung führen kann. Falls Sie also Mängel wie veraltete Bleirohre, Schimmel oder Löcher im Putz bemerken, dann empfiehlt es sich, diese zügig und vor dem Einbau neuer Badmöbel zu beseitigen.

Für die neue Elektroinstallation benötigen Sie ohne vorhandenes Fachwissen zusätzlich eine Fachkraft, damit die Steckdosen und Lampen auch später an der richtigen Stelle angebracht werden können. Möchten sie neben der Elektrik auch das Heizsystem verändern, dann benötigen Sie ebenfalls externe Hilfe, werden dafür aber voraussichtlich mit einer Energieeinsparung belohnt. Anschließend können Sie mit der Einrichtung und Gestaltung des neuen Badezimmers beginnen.

Bauteil Alterungserscheinung
Fliesenrohre Die Fliesen werden nach einer gewissen Zeit stumpf und rissig.
Verfärbungen und bröckelnde Fugen sind Anzeichen dafür, dass eine Sanierung notwendig wird.
Wandfarbe Wasser- und Feuchtigkeitsschäden hinterlassen auch Spuren an den Wänden.
Spätestens bei der Schimmelbildung muss man reagieren, den Schimmel entfernen und das Bad gegebenenfalls mit einer speziellen Badfarbe neu streichen.
Abwasser-Rohre Feuchtes Mauerwerk ist ein erster Indikator für einen Wasserschaden. Gleiches gilt für dunkle Flecken in der Tapete oder Wandfarbe.
Bei einem größeren Wasserschaden tropft es auch gerne mal aus der Wand oder der Decke des Nachbarn.
Elektro-Installation Regelmäßige Kurzschlüsse können auf eine veraltete Elektrik hinweisen.
Da im Bad erhöhte Gefahr besteht, einen Stromschlag zu erleiden, sollte vor einer Sanierung immer mit einem Fachmann die Elektrik auf Schäden kontrolliert werden.
Heizung In sehr alten Bädern gibt es stellenweise noch gar keine Heizkörper. Diese sollte man nachrüsten.
Wenn das Badezimmer noch über einen Boiler betrieben wird, bietet es sich zudem an, auf eine Zentralheizung umzusteigen.
Badkeramik Eine Toilettenschüssel kann einen Sprung aufweisen, gleiches gilt für das Waschbecken.
Verstopfungen im Abfluss sind ebenfalls Indikatoren für eine Sanierung.

Mögliche Szenarien samt Kosten

Bild: Kaputtes Waschbecken (Badezimmer)
Tauschen Sie defekte Sanitär-Objekte aus | © makamuki0 / pixabay.com CC0

Wie Sie vermutlich bereits bemerkt haben, können sich bei der Badsanierung verschiedene Szenarien abspielen, die einen unterschiedlichen Arbeitsaufwand mit sich bringen. Da wäre zum einen die Komplettsanierung. In dieser Variante wird ein Badezimmer entkernt und von Grund auf erneuert.

Dementsprechend wird nicht nur die alte Einrichtung entfernt und entsorgt, sondern auch alles weitere im Badezimmer. Vor dem Neubau stehen Sie somit in einem leeren Raum, der dem Rohbau ähnelt.

Die Komplettsanierung ist logischerweise die kostenintensivste Sanierungsmaßnahme. Alternativ können neben einer Komplettsanierung aber auch nur Teilbereiche erneuert werden. Beispielsweise muss bei der Erneuerung der Technik nicht zwingend die alte Einrichtung entfernt werden. Gleiches gilt für optische Veränderungen, welche zum Teil auch ohne die Zerstörung der gesamten Badezimmer-Einrichtung auskommen. Für weitere Szenarien und Kosten-Beispiele (inklusive Einbau) schauen Sie doch einfach in die folgende Tabelle:

Sanierungs-Maßnahme Kleines Bad (3 m²) Mittleres Bad (6 m²) Großes Bad (10 m²)
Badezimmer entkernen 500 - 1.500 € 1.000 - 2.500 € 1.500 - 3.000 €
Technik verbessern 750 - 1.500 € 1.200 - 2.000 € 1.500 - 2.500 €
Optik verbessern 1.000 - 5.000 € 2.500 - 7.500 € 5.000 - 10.000 €
Neue Badkeramik 350 - 1.000 € 500 - 1.500 € 1.000 - 2.000 €
Komplettsanierung 3.000 - 8.500 € 6.000 - 14.500 € 6.500 - 22.000 €
Nur Barrierefreiheit 2.000 - 7.500 € 5.000 - 15.000 € 10.000 - 25.000 €

Förderung nicht vergessen!

Bild: Förderung im Eigenheim (Badezimmer)
Förderung für eine Badsanierung? Na klar! | © / pixabay.com CC0

Angesichts der oft hohen Kosten von Sanierungsmaßnahmen ist es gut zu wissen, dass verschiedene Möglichkeiten der finanziellen Förderung bestehen. Über die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) können Sie Zuschüsse beantragen oder ein Darlehen zu guten Konditionen in Anspruch nehmen.

Das Programm läuft unter dem Namen „Altersgerecht Umbauen” und ermöglicht bei Maßnahmen zur Barrierereduzierung einen Zuschuss bis an die 6.250 Euro (Programm 455-B) oder einen Kredit bis maximal 50.000 Euro (Programm 159). Anspruch auf die Förderung haben Privateigentümer, Wohnungseigentümergemeinschaften aus Privatpersonen und Mieter. Falls Sie also vorhaben ein Badezimmer im Grundriss zu verändern, um das Badezimmer auch mit einer Gehhilfe begehbar zu machen, dann können Sie von einer Förderung profitieren.

Ebenfalls finanzielle Unterstützung erhalten Sie bei bodengleichen und begehbaren Dusche oder der Befestigung von Stütz- und Halteelementen. Die veralteten Fliesen auf Kosten des Staates zu ersetzen, bleibt aber vermutlich weiterhin ein Traum.

Tipps zum Förder-Antrag

Der Förderantrag muss bereits vor dem Start der Sanierungsmaßnahmen gestellt werden. Stellen Sie den Antrag erst im Nachhinein oder während der Umbaumaßnahmen, dann ist ein Scheitern der Förderung vorprogrammiert. Zusätzlich ist die Unterstützung an einige technische Mindestanforderungen gekoppelt. Diese entnehmen Sie der folgenden Tabelle.

Sanierungs-Maßnahme Technische Mindestanforderung
Anpassung an Grundriss des Raumes Raumgröße: 1,80 x 2,20 Meter
Freifläche vor Sanitärobjekt: 0,90 x 1,20 Meter
Abstand zu verschiedenen Sanitärobjekten oder zur seitlichen Wand: 0,25 Meter
Schiebetüren oder Türen, die nach außen aufschlagen
Duschplatz Bodengleich
Bodenbereich darf um nicht mehr als 20 Millimeter abgesenkt werden
Rutschfester Bodenbelag
Modernisierung Sanitärobjekte Mindesttiefe von 0,48 Metern
Höhe an Benutzer angepasst
Kniefreiraum unter Badmöbeln
WC An Benutzer angepasst
In Höhe verstellbar
Badewanne Mit Lifteinstieg
Seitlicher Türeinstieg

Gestaltungs-Ideen für Ihre Badsanierung

Bild: Gestaltungsideen für ein neues Bad
So könnte Ihr neues Badezimmer aussehen | © DarthZuzanka / pixabay.com CC0

Prangt bei Ihnen im Badezimmer noch ein 70er-Jahre Blümchen-Muster an der Wand? Haben Sie den Oma-Look satt? Dann wird es vermutlich Zeit für eine optische Umgestaltung des Badezimmers.

Erste Gestaltungsideen für eine neue Optik erhalten Sie bereits im Internet, speziell auf den Seiten verschiedener Hersteller und in Blogs, aber auch im Baumarkt. Alternativ kann eine professionelle Badplanung bei der Gestaltung helfen und nicht nur mit kreativen Ideen überzeugen, sondern auch bei der Umsetzung.

Einen rustikalen Stil erreicht man im Badezimmer mit der Verwendung vieler hölzerner Badmöbel oder Zierbalken. Das Bad erinnert so an ein dänisches Ferienhaus oder eine spanische Finca. Wem das allerdings zuviel Holz ist, der wählt vermutlich eher einen modernen Stil. Hier dominieren klare Linien und dunkle Farbtöne. In gehobenen Ausstattungen wird dieser Look mit dem verstärkten Einsatz von Natursteinen, wie Granit oder Marmor, erreicht.

Mit kleineren Dekoelementen oder Badezimmer-Gadgets können Sie zusätzlich für Akzente sorgen. Hierfür können Sie sich in Bad-Ausstellungen und Deko-Läden viele Inspirationen holen. Große Einrichtungshäuser bieten darüber hinaus oft sogar Komplett-Bäder an, die vor Ort direkt betrachtet werden können und so lohnt auch hier ein Besuch. Für individuelle Wünsche und Anfertigungen bleibt allerdings meist nur ein Gang zu einem professionellen Bad-Ausstatter.

Badsanierung in einer Miet-Wohnung (MFH)

Bild: Badsanierung im Mehrfamilienhaus
Haben Sie schon den Vermieter gefragt? | © Free-Photos / pixabay.com CC0

In Mietwohnungen können Veränderungen im Badezimmer meist nur mit der Zustimmung des Vermieters getätigt werden.

Zwar dürfen Sie kleinere Renovierungsmaßnahmen wie das Streichen der Wände noch ohne Übereinstimmung mit dem Vermieter vornehmen, spätestens bei umfangreichen Sanierungen sind Sie allerdings dazu verpflichtet, den Vermieter zu kontaktieren. Das betrifft insbesondere die Fliesenarbeiten im Bad und den Einbau der Badkeramik.

Im Idealfall handeln Sie mit dem Vermieter einen Renovierungsvertrag aus und halten den Umfang und die mögliche Übernahme der Kosten schriftlich fest. Die Badsanierung erhöht zwar den Wert der Wohnung, kostet den sanierenden Mieter aber auch eine Menge Geld. Sprechen Sie also im Voraus ab, ob der Vermieter die Umbaumaßnahmen überhaupt akzeptiert, sich eventuell sogar an der Sanierung finanziell beteiligt oder einen Mietnachlass gewährt. Hier gibt es viele Möglichkeiten der Einigung, die Sie am besten mit ihrem Vermieter persönlich besprechen.

Tipp: Badsanierung in einer Miet-Wohnung

Bild: Tipps für Ihr Badezimmer
  • Klären Sie Veränderungen und Sanierungen mit dem Vermieter ab
  • Vermeiden Sie Bohrungen und Schäden rund um die Fliesen
  • Handeln Sie einen Renovierungsvertrag aus