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Badezimmer mit Förderung

kostenlose Angebote | regionale Betriebe | 100% unverbindlich

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zur Förderung in Kürze

Bild: Zuschuss und Kredit für das Badezimmer
Kredit oder Zuschuss gefällig? | © nattanan23 / pixabay.com CC0

Auch rund um das Badezimmer gibt es Möglichkeiten der finanziellen Förderung. Speziell der Wunsch nach einer Verbesserung der Barrierefreiheit muss nicht zwingend alleine finanziert werden. Das betrifft vor allem die Anpassung der Raumgeometrie, ebenerdige Duschplätze und die Modernisierung der Sanitärobjekte.

Erhöht zum Beispiel eine neue Dusche die Selbstständigkeit im Badezimmer, dann wenden Sie sich am besten an Ihre Pflege- bzw. Krankenkasse. In diesem Fall ist eine finanzielle Unterstützung bis hin zur kompletten Erstattung der Kosten für Einzelmaßnahmen bis zu 4.000 Euro möglich. Der Erhalt einer Förderung ist allerdings an den Gesundheitszustand gekoppelt und bedarf einer Bestätigung vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK).

Der Zuschuss oder Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist nicht an den Gesundheitszustand gekoppelt, sondern an technische Mindestvoraussetzungen. Dementsprechend steht der Kredit oder Zuschuss der KfW zunächst jedem Eigentümer, Ersterwerber (Ein- oder Zweifamilienhäuser) und Mieter von Wohnungen oder Einfamilienhäusern offen. Der Zuschuss kann insgesamt bis zu 6.250 Euro betragen, der zinsgünstige Kredit sogar bis zu 50.000 Euro.

Bild: Wichtiger Hinweis von Energieheld

Achtung: Die Bundesmittel für barrierereduzierende Maßnahmen sind seit Oktober 2019 aufgebraucht. Daher können aktuell keine Anträge mehr für Investitionszuschüsse im Bereich der Barrierereduzierung gestellt werden. Das betrifft somit den Zuschuss 455-B im Finanzierungs-Programm der KfW. Sobald wieder Mittel im Bundeshaushalt vorgesehen werden, ist auch eine Förderung wieder möglich. Bis dahin wird ein Antrag auf Zuschüsse leider ohne Erfolg sein. Wir Badhelden halten Sie natürlich auch weiterhin auf dem Laufenden und informieren Sie, sobald uns Informationen zur erneuten Bereitstellung von Fördermitteln vorliegen. (Stand: Oktober 2019)

Badezimmer-Förderung der KfW

Es mangelt in Deutschland an bezahlbarem Wohnraum und erst recht an barrierefreien Wohnungen. Das ist besonders mit Blick auf die demografische Entwicklung in Deutschland durchaus kritisch zu hinterfragen. Dementsprechend sollen Hausbesitzer dazu angeregt werden, die Wohnung oder das Eigenheim nach den Standards der Barrierefreiheit zu sanieren. Eine Möglichkeit der finanziellen Unterstützung ist die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Die KfW fördert Personen unabhängig von ihrem Alter. Die Kreditsumme beim Kredit 159 beträgt maximal 50.000 Euro und die Laufzeit kann individuell gewählt werden. Der Kredit steht allen Personen frei, die eine barrierearme Wohnung im Erstbezug kaufen oder eine bestehende Wohnung barrierereduzierend umbauen wollen. Der Investitionszuschuss 455-B ergibt sich aus den gesamten Investitionskosten und beträgt im Höchstfall 6.250 Euro. Die technischen Mindestanforderungen gelten für beide Förderungsmöglichkeiten.

Unter dem Programmnamen „Altersgerecht Umbauen" können Sie einen zinsgünstigen Kredit (Programm 159) oder einen Investitionszuschuss (Programm 455-B) bei der KfW beantragen. Die Zu- oder Absage des Antrages steht in Abhängigkeit vom Geldkontingent der Kreditanstalt und den technischen Mindestvoraussetzungen. Die Voraussetzungen können Sie in der Checkliste der KfW im Förderbereich 5 - Maßnahmen an Sanitärräumen - nachlesen oder Sie schauen einmal in die folgende Tabelle.

Sanitärbereich Technische Mindestanforderung
Raumgeometrie Badezimmer muss nach dem Umbau mindestens 1,80 m x 2,20 m groß sein
Mittig vor den einzelnen Sanitärobjekten muss ein Freiraum von mindestens 0,90 m Breite x 1,20 m Tiefe vorhanden sein
Späteres Nachrüsten von Sicherheitssystemen muss möglich sein
Türen schlagen nach außen auf und können von außen entriegelt werden
Duschplätze Bodengleich gestaltet
Benötigen rutschfesten oder rutschhemmenden Bodenbelag
Waschbecken Mindestens 0,48 m tief und der Wunsch-Höhe des Nutzers entsprechend
Kniefreiraum zur Nutzung im Sitzen muss gegeben sein
WCs In der Höhe flexibel oder an den Nutzer angepasst
Badewannen Einstiegshöhe von maximal 0,50 m
Badewannensystem mit seitlichem Türeinstieg
Mit mobilen Liftsystemen unterfahrbar
Nicht förderfähig Mobiliar und Bad-Accessoires

Zuschuss 455-B

Der Investitionszuschuss der KfW errechnet sich aus den Investitionskosten. Einzelmaßnahmen der Barrierereduzierung mit Investitionskosten zwischen 2.000 und 50.000 Euro werden mit 10 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst. Der Zuschuss beträgt im Höchstfall 5.000 Euro. Die KfW fördert auch den Umbau zum „Standard Altersgerechtes Haus". In diesem Fall besteht die Chance auf eine 12,5-Prozent-Förderung der Investitionskosten und einen Zuschuss bis zu 6.250 Euro.

Die gesamten Umbaumaßnahmen müssen von einem Sachverständigen begleitet und dokumentiert werden. Der Antrag kann einfach online über das KfW-Zuschussportal gestellt werden und muss vor dem Start der Umbaumaßnahmen bei der KfW eingegangen und bearbeitet worden sein. Maßnahmen zur Barrierereduzierung können mehrfach beantragt werden, sofern es sich um ein anderes Gebäude oder um andere Umbaumaßnahmen im gleichen Gebäude handelt.

Ein Beispiel: Sie möchten Ihre Duschkabine in eine ebenerdige Dusche umbauen. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf 3.000 Euro. Sie beantragen über das KFW-Zuschussportal rechtzeitig den Investitionszuschuss 455-B für Einzelmaßnahmen und erhalten (sofern Sie die technischen Mindestanforderungen eingehalten haben) nach erfolgreicher Bewilligung einen Zuschuss über 300 Euro.

Kredit 159

Einen Investitionszuschuss müssen Sie nicht zurückzahlen, die erhaltene Kreditsumme allerdings schon. Der Kredit „Altersgerecht Umbauen" (159) der KfW ist für die gesamte Wohnung oder das Eigenheim nutzbar und bezieht sich im fünften Förderbereich speziell auf Maßnahmen an Sanitärräumen. Die Kreditsumme beträgt im Höchstfall 50.000 Euro, eine Altersbegrenzung für den Kredit gibt es nicht. Dementsprechend kann jeder den Kredit beantragen, der einen bestehenden Wohnraum barrierearm umbauen bzw. einen barrierearm umgebauten Wohnraum als Ersterwerber kaufen möchte.

Der Kredit ist ein Annuitätendarlehen und setzt sich aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil zusammen. Der Höhe der Raten bleibt über die gesamt Laufzeit konstant: Während der Tilgungsantrag wächst, sinkt gleichzeitig der Zinsanteil. Ihnen wird eine tilgungsfreie Anlaufzeit von 1 bis 5 Jahren gewährt, in der Sie nur die Zinsen des Darlehens zahlen müssen. Der Sollzins liegt je nach Laufzeit zwischen 0,75 Prozent und 1,00 Prozent und die Zinsbindung liegt bei 5 bis 10 Jahren.

Alternativ können Sie auch mit einem Sollzins von 1,05 Prozent den Kredit am Ende der Laufzeit auf einen Schlag zurückzahlen und während der Darlehenszeit nur die Zinsen bezahlen. Die Kreditsumme wird in einer Summe oder Teilbeträgen innerhalb von 12 Monaten nach Zusage ausgezahlt.

KfW-Förderprogramm Förderungsmaßnamen Konditionen Maximale Fördersumme
Altersgerecht Umbauen - Kredit 159 Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit in Wohnräumen Sollzins pro Jahr in Abhängigkeit von der Laufzeit - zwischen 0,75 % und 1,00 % 50.000€
Innerhalb von 12 Monaten nach Zusage in einer Summe oder in Teilbeträgen abrufbar
Altersgerecht Umbauen - Investitionszuschuss 455-B Einzelmaßnahmen zur Barrierereduzierung Förderung von Einzelmaßnahmen im Bereich der Barrierereduzierung 5.000€
Zuschussbeitrag beträgt 10,0 % der förderfähigen Kosten (förderfähige Investitionssumme: 2.000 - 50.000 €)
Altersgerecht Umbauen - Investitionszuschuss 455-B Standard „Altersgerechtes Haus" Komplettsanierung Eigenheim in Hinblick auf Standard „Altersgerechtes Haus" 6.250€
Zuschussbetrag beträgt 12,5 % der förderfähigen Kosten (förderfähige Investitionssumme: 2.000 - 50.000 €)

Weitere Förderungen

Bild: Förderungen für das Badezimmer (Sparschwein)
Sparen Sie mit einer Förderung an Kosten bei der Badsanierung | © QuinceMedia / pixabay.com CC0

Die KfW ist nicht die einzige Institution, von der Sie eine finanzielle Hilfe erhalten können. Verbessern die Maßnahmen nicht nur die Barrierefreiheit im Bad, sondern auch die Selbstständigkeit des Antragstellers, dann können Sie auch bei der Pflege- oder Krankenkasse eine finanzielle Förderung beantragen. Die Zusage ist allerdings an eine Notwendigkeitsbescheinigung und einen vorhandenen Pflegegrad gekoppelt.

Auch Stiftungen oder Landesförderungsprogramme ermöglichen unter gewissen Umständen einen Zuschuss für barrierereduzierende Baumaßnahmen. Die Zusage über den Zuschuss-Antrag orientiert sich an der Bedürftigkeit des Antragstellers. Falls Sie Arbeitslosengeld II oder eine Grundsicherung erhalten, dann kann Ihnen bei notwendigen Baumaßnahmen auch der Sozialhilfeträger helfen.

Die Bedingungen für einen Zuschuss sind bei Stiftungen und Förderprogramme allerdings deutlich umfangreicher als bei der KfW. Wenn Sie es sich einfach machen wollen, dann bleibt nur der Gang zur KfW. Hier sind die Voraussetzungen für eine finanzielle Hilfe nicht an Ihr Gehalt oder den Sozialstatus gekoppelt, sondern an die baulichen Voraussetzungen. Schauen Sie doch mal in die folgende Tabelle und finden Sie eventuell noch heute einen passenden Finanzierungspartner.

Institutionen Maßnahmen Bedingungen Förderung
Pflegekasse Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen und barrierefreie Anpassungen Kostenvoranschlag und Notwendigkeitsbescheinigung des Pflegedienstes wird benötigt Zuschuss bis zu 4.000 €
Krankenkasse Hilfsmittelverodnung Verbesserung der Selbstständigkeit des Antragsstellers Kostenträger für mobile Griffe, Stützklappgriffe und Co.
Landesförderprogramme: Barrierefreies Bauen Wohraum- und Wohnungsbauförderungsprogramme Bedingt durch Förderprogramme der Bundesländer Einkommensabhängige Zuschüsse und Darlehen
Berufliche Rehabilitation und Integrationsämter Maßnahmen zur Verbesserung der Teilhabe am Arbeitsleben Schwerbehinderung mit Berufstätigkeit Förderungen zum Barriereabbau auf Arbeitswegen und am Arbeitsort bis 40.000 Euro
Barrierefreier Umbau durch Stiftungen Wird individuell formuliert und in Fachberatungsstellen ausdiskutiert Stiftungen fördern nach Bedürftigkeit, Zielgruppe und Verwendungszweck Gelder begrenzt und nach Bedürftigkeit. Richtwert: Beiträge zwischen 500 und 5.000 € pro Stiftung
Sozialhilfeträger Notwendige Baumaßnahmen der Barrierefreiheit Grundsicherung oder Arbeitslosengeld II Individuell und schriftlicher Antrag mit Kostenvoranschlag
Eingliederungshilfen Leistungen für Wohnraum Antragsstellung beim überortlichen Sozialhilfeträger Individuell und es gelten Einkommens- und Vermögensgrenzen